Herren

Der Film begleitet den Capoeira-Meister Ezequiel, der  mit den gesellschaftlichen und eigenen Erwartungen an Schwarze Männlichkeit kämpft und in Konflikte mit der eigenen Familie gerät, weil er seinen Stolz nicht überwinden will. Aus Frust gibt Ezequiel seine Arbeit auf, da der Sohn seines Chefs der neue Leiter der Kampfsportschule wird, nicht er. Er begibt sich auf frustrierende Jobsuche und wird zunächst als "Fahrer für Denkmalschutz" bei dem Kleinunternehmer Reynaldo und dessen jungem Kollegen Jason. Bald stellt sich heraus, dass die Denkmäler tatsächlich Toiletten sind.

Gleichzeitig steht Ezequiel im Konflikt mit seiner Frau, die Krankenschwester ist, und seinem Sohn, der sich für eine Ausbildung als Friseur für Afrohaar entscheidet. Ezequiel ist enttäuscht von seinem Sohn, da er überzeugt ist, dass sein Sohn sich als Schwarzer Mann in Deutschland sich unweigerlich nur durch ein Studium Anerkennung verschaffen kann.

Der Film dreht sich um die Erwartungen an (post-)migrantische Männer, Rassismus und Klassismus sowie Empowerment marginalisierter Männlichkeiten.

Bemerkungen

Triggerwarnung: Zwei beleidigende Fremdbezeichnungen werden im Kontext einer Auseinandersetzung wiedergegeben. Das kann eventuell retraumatisierend sein.