Der Feminismus hat nicht versagt

Die Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern spricht mit taz-Journalistin Simone Schmollack über die Corona-Krise, Pflegeberufe und Feminismus. Das öffentliche Leben wird meist von Frauen in systemrelevanten Berufen aufrecht erhalten – in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder an den Supermarkt- und Drogeriekassen. Es sind Berufe, die finanziell nicht wertgeschätzt werden. Für Simone Schmollack hat die Politik versagt und nicht der Feminismus, der schon immer darauf gedrängt habe, diese Berufe besser zu stellen. Die Autorin hofft, dass nach jahrzehntelangen Versäumnissen die aktuellen Absichtsbekundungen nach der Krise in die Tat umgesetzt und Krankenpfleger*innen, Kassierer*innen und weitere Berufsgruppen besser bezahlt werden. Was muss außerdem gegen häusliche Gewalt getan werden? Braucht es eine neue Definition des Feminismus und können Differenzen zwischen feministischen Richtungen durch die Corona-Krise überwunden werden?