Rundgang durch die Austellung: "Was sehen Sie, Frau Lot?"

Viele Mädchen und Frauen, aber auch Jungen erleben sexualisierte Gewalt auf vielfältige Weise, in Deutschland wie in anderen Ländern und Regionen. Ein Verbrechen, das individuell oft verdrängt und gesellschaftlich noch immer tabuisiert wird. Die Folge: die – meist männlichen – Täter*innen bleiben straffrei.

Vom 25. November 2013 bis zum 14.01.2014 stand die Problematik sexualisierter Gewalt an Kindern im Mittelpunkt des Ausstellungsprojekts Was sehen Sie, Frau Lot? Zu sexualisierter Gewalterfahrung von Mädchen, Jungen und Frauen – gegen Täterschutz

In diesem Podcast erläutern die drei Künstlerinnen Renate Bühn, Maria Mathieu und Heike Pich während eines Rundgangs durch das Gebäude der Heinrich-Böll-Stiftung ihre Exponate.

In ihren Werken nähern sie sich auf neue, ungewohnte und sensible Weise diesem schwierigen Thema an. In Kooperation mit dem Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung und den Projekten Wildwasser e. V. und Tauwetter e. V. trägt die Ausstellung dazu bei, das Schweigen zu überwinden und sexualisierte Gewalt zu bekämpfen. Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Fachdiskussionen und Führungen – auch für Schulklassen ab der 10. Klasse - ermöglicht Besucher*innen eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Problematik. Ein Raum steht zur Verfügung, um sich in kleinen Gruppen über Gefühle und Eindrücke auszutauschen.

Mit einer Audiodeskription konnten auch blinde und sehbehinderte Menschen die Ausstellung erfahren. Zudem wurden zwei Führungen in Gebärdensprache angeboten. Anlass war das 30-jährige Bestehen des Projekts Wildwasser e. V. in Berlin.

Bemerkungen

Triggerwarnung: Die Schilderung der hier dargestellten Erfahrungen sexualisierter Gewalt können retraumatisierend sein. 

Mehr Informationen zur Ausstellung gibt es hier.

Hinweis

Der Podcast sollte nur mit entsprechenden Hinweisen (Triggerwarnungen siehe oben) gezeigt werden.